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partie centrale qui "pousse"

Zur Geschichte...

Wer einen Überblick über die Studienbereiche, Vorlesungen und Seminare unserer Fakultät zu gewinnen sucht, ist beeindruckt vom vielfältigen und breit gefächerten Angebot. Ein kurzer Blick  in die Geschichte soll die verschiedenen Etappen und Entwicklungen aufzeigen, die zu dieser verästelten Struktur der Fakultät geführt haben. 

 

Bei ihrer Gründung 1889-90 werden drei Schwerpunkte gesetzt: eine Verankerung in der Tradition der  klassischen Wissenschaften und in den orientalischen Sprachen, eine starke Betonung der Geschichte, sowie ein Interesse für die deutsche und französische Sprache und Literatur. Die Zweisprachigkeit, heute institutionalisiert, ist somit von Beginn an Bestandteil der Fakultät und kann sich in der Folge harmonisch entfalten.

 

Die Fakultät entspricht zu dieser Zeit dem Modell der humboldtschen Universität, allerdings mit einigen Besonderheiten: dem besonderen Interesse für die Philosophie, der frühen Errichtung der Lehrstühle für Pädagogik und Musikwissenschaft, und der Öffnung für die italienische sowie die slawischen Sprachen und Literaturen. Der entsprechende Unterricht wird von Professoren aus diesen europäischen Kulturen erteilt. Dieses einzigartige Angebot macht Freiburg zu einem Ort des intellektuellen Austauschs, der Studierende aus unterschiedlichsten Ländern anzieht.

 

Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen kann diese internationale Dimension nicht schwächen, allerdings nimmt der Anteil an Schweizer Studierenden stetig zu. In der Mitte des 20. Jh. werden neue Lehrstühle in Philosophie, Ethnologie und Heilpädagogik geschaffen. Die sprachliche Öffnung wird auf andere Sprachen und Literaturen ausgeweitet, insbesondere auf den englisch- und spanischsprachigen Raum.

 

In den Sechzigerjahren steigt mit der Demokratisierung des Studiums der personelle Bedarf rasant an. Auf neue Bedürfnisse wird mit der Schaffung der Lehrstühle in Psychologie und Sozialarbeit reagiert. Die Betreuung der Studierenden wird intensiver und der Unterricht durch die vielen Spezialisierungen in den verschiedenen Studienrichtungen vielfältiger. Eine breite Palette von Kombinationen der Studienbereiche führt zum Erwerb des Lizentiats. Je nach gewählter Kombination berechtigt das Lizentiat zum Unterricht auf der Sekundarstufe, nach der Fachausbildung muss jedoch noch die in der Universität integrierte pädagogisch-didaktische Ausbildung absolviert werden.

 

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts leistet die Fakultät mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge Pionierarbeit bei der Umsetzung der Bologna-Reform. Eine Reorganisation der Struktur mit neu sieben Departementen und an die zwanzig Bereichen entspricht den Grundzügen der über hundertjährigen Entwicklung und erleichtert ein interdisziplinäres Studium.

 

Prof. Francis Python
Lehrstuhl für Zeitgeschichte