Forschungskolloquium

Germanistische Literaturwissenschaft

 

Das Freiburger Forschungskolloquium der Germanistischen Literaturwissenschaft hat zum Zweck die Verbesserung der Forschung und der Publikationen durch gemeinsames Arbeiten an Konzepten und Texten auf den Ebenen Doktorat, Postdoc und etablierte ForscherInnen.

 

Das Forschungskolloquium ist eine Veranstaltung der Freiburger Germanistischen Literaturwissenschaft. Das Leitungsteam besteht aus den InhaberInnen der literatur­wissenschaftlichen Professuren und kooptierten Leitungsmitgliedern, zur Zeit: Prof. Dr. Arnd Beise, Prof. Dr. Tom Kindt, Prof. Dr. Ralph Müller; kooptiert: Prof. Dr. Sabine Haupt.

 

Graduierte, promovierte und habilitierte MitarbeiterInnen der Freiburger Germanistischen Literaturwissenschaft sind explizit zur Teilnahme am Kolloquium aufgefordert. Desgleichen sind graduierte, doktorierte und habilitierte germanistische und komparatistische LiteraturwissenschaftlerInnen der Freiburger oder anderer Schweizer Universitäten zur Teilnahme berechtigt. Von den TeilnehmerInnen wird regelmässige und kontinuierliche Teilnahme erwartet. Gelegentlich können auch Gäste aus dem In- und Ausland zu einzelnen Sitzungen eingeladen werden. – Interessenten wenden sich bitte an ein Mitglied des Leitungsteams.

 

Das Kolloquium tagt mehrmals pro Semester. Die Termine werden am Ende des vorangehenden Semesters vereinbart und per Rundschreiben zusätzlich bekanntgegeben. Es können im laufenden Semester bei Bedarf zusätzliche Sitzungstermine vereinbart werden. Grundlage der Sitzungen sind schriftliche Texte, die spätestens eine Woche vor dem Kolloquium versandt werden. Die Texte sind Gegenstände einer moderierten Diskussion oder des freien Gesprächs. Die Vorlage kann ein Ausschnitt aus einer akademischen Qualifikationsarbeit oder einer anderen wissenschaftlichen Arbeit bzw. eine Einzelpublikation sein. Auch Projektanträge können dem Kolloquium zur Prüfung vorgelegt werden. Die Anzahl der Vorlagen ist für Teilnehmende während der Zeit ihrer Teilnahme nicht limitiert.

 

 

Forschungsprojekte des Forschungskolloquiums

 

Laufende Dissertationsprojekte [Arbeitstitel]

  • Emily Eder: Emotionale Brüche und kulturelle Differenzen im Schweizer Familienroman der Gegenwart

  • Victor Lindblom: Theorie und Praxis der Fiktionalität

  • Hans-Rudolph Marty: Proxemische Signale in den Regieanweisungen deutscher Dramen des 20. Jahrhunderts
  • Melanie Raemy: Die Verarbeitung der NS-Massenmorde bei Peter Weiss und Paul Celan

  • Vivien Ruffieux: Weibliche Autorschaft und Bestsellerromane in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Franziska Thiel: Ende und Anfang – moderne Apokalyptik in der Kunst. Auf den Spuren apokalyptischer Texte seit der Avantgarde bis zum Ende des 2. Weltkrieges
  • David Vonlanthen: "Cadenza ad libitum des Solisten" – Literarische Musikalität im Gesamtwerk von W. v. Niebelschütz
  • Deborah Wetterwald: Konzision. Zur Rhetorik der Aussparung bei Lichtenberg, Karl Kraus und Elazar Benyoetz

 

Laufende Habilitationsprojekte [Arbeitstitel]

  • Adrian Brauneis: Literarische Mimesis als moralische Anstalt. Systematik ihrer Beurteilung und Rekonstruktion ihres Wandels am Beispiel deutschsprachiger Literatur der so genannten ‚Sattelzeit‘ (1750–1850)

  • Evely Dueck: Unsichtbares schreiben. Literatur und visuelle Wahrnehmung im 18. Jahrhundert
  • Sonja Klimek: Fiktionen von Liebe, Tod und Unsterblichkeit. Authentizität und Narrativität in poetischen Grabschriften, Sterbe- und Klagegedichten vom Barock bis zur Romantik
  • Tobias Lambrecht: Wertungskriterien in Wiener Theaterkritiken des 18. Jahrhunderts: Archivierung, Digitalisierung, Analyse. 

  • Christine Putzo: Raum und Erzählung. Untersuchungen zu einer Organisationsform des Narrativen im deutschen Spätmittelalter (Habilitationsprojekt Germanistische Mediävistik).
  • Friedrich Schmidt: Zerfall der Zeichen. Zur Kritik des künstlerischen Ausdrucks in Literatur, Philosophie und bildender Kunst der klassischen Moderne

 

Abgeschlossene Dissertationsprojekte

  • Bettina Braun: Dialogische Formen in literarischen Texten
  • Adrian Brauneis: Sozioanalyse als ‚epische Methode‘. Eine werkbiographische Darstellung der literarischen Soziologie von Ernst Weiß

  • Renzo Caduff: Der rätoromanische Lyriker Andri Peer
  • André Eggenschwiler: Schweizer Romane in der Literaturdidaktik nach 1945
  • Johannes Eisenhut: Überzeugen. Literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu einem kognitiven Prozess 
  • Yvonne Fleischmann: War Kafka Existentialist? 
  • Nicole Frank: Uneigentlichkeit in Joseph Roths Zeitungstexten aus den Berliner Jahren 1920-1923
  • Daniel Foppa: Max Frisch und die Neue Zürcher Zeitung
  • Andreas Freinschlag: Theorie der literarischen Provokation
  • Andrea Gremminger: Oper für Kinder. Zu Theorie und Geschichte des Musiktheaters für junges Publikum und zu Wilfried Hillers Beiträgen zur Gattung
  • Christoph Grubitz: Jüdisch-deutsche Sprachbalance. Die gattungsgeschichtliche Position des israelischen Aphoristikers Elazar Benyoetz
  • Christoph Gschwind: Der junge Schiller zwischen 'Theosophie der Liebe' und theatraler Wirkungsästhetik 
  • Martin Gubser: Literarischer Antisemitismus: Untersuchungen zu Gustav Freytag und anderen bürgerlichen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts
  • Kathrin Gut: Das vaterländische Schauspiel der Schweiz. Geschichte und Erscheinungsformen
  • Stephan Hammer: Mani Matter und die Liedermacher 
  • Ephrem Holdener: Jean Paul und die Frühromantik. Potenzierung und Parodie in den Flegeljahren
  • Mirjam Hurschler: Boulevard im Spiegel – Metatheater bei Curt Goetz, Sacha Guitry und Noel Coward
  • Esther Huser: "Wahnsinn ergreift mich - ich rase!" Die Wahnsinnsszene im Operntext
  • Elke Huwiler: Erzähl-Ströme im Hörspiel. Zur Narratologie der elektroakustischen Kunst
  • Sonja Klimek: Die narrative Metalepse in der phantastischen Literatur
  • Tobias Lambrecht: Nicht-Naives Erzählen. Folgen der Erzählkrise am Beispiel von biografischen Schreibweisen bei Helmut Krausser
  • Stefan Matter: Franz Pforrs Fragment eines Künstlerromans und das Verhältnis von Poesie und Malerei bei den Nazarenern
  • Urs Meyer: Politische Rhetorik: Theorie, Analyse und Geschichte der Redekunst am Beispiel des Spätaufklärers Johann Gottfried Seume
  • Ralph Müller: Theorie der Pointe
  • Nadja Orfei: Wiener Spaziergänge mit Wagner. Daniel Spitzers satirischer Blick auf Richard Wagner
  • Barbara Peter: Satire in journalistischer Mission. Studie zu den journalistischen Leistungen von TV-Kabarettisten als Interviewer
  • René Pfammatter: Anspruch und Möglichkeit. Gattungs- und darstellungstheoretische Studien zum literaturwissenschaftlichen Essay
  • Andreas Pfister: Der Autor in der Postmoderne. Mit einer Fallstudie zu Patrick Süskind
  • Verena Pisall: „So etwas muss ich in einem Buch nicht lesen!“ Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II bewerten literarische Texte
  • Eva Riedi: Ästhetische Kategorien in der Popliteratur der 90er Jahre
  • Dominik Riedo: Biographie Wolf von Niebelschütz
  • Doris Schafer: Schreiben Frauen anders? Klischees auf dem Prüfstand
  • Ruth Schori Bondeli: Der postmoderne Kammerherr. Wolf von Niebelschütz und sein unzeitgemäßer Roman
  • Ines Siegfried-Schnider: Die Verzerrung des verzerrten Bildes. Studien zu Alfred Lichtensteins Kuno-Kohn-Zyklus
  • Peter Stocker: Theorie der intertextuellen Lektüre. Modelle und Fallstudien
  • Elisabeth Stuck: Hanna Johansen. Eine Studie zum erzählerischen Werk 1978-1995
  • Benedikt Vogel: Fiktionskulisse. Poetik und Geschichte des Kabaretts
  • Rüdiger Zymner: Uneigentlichkeit. Studien zu Semantik und Geschichte der Parabel

 

Abgeschlossene Habilitationsprojekte

  • Jan-Erik Antonsen: Die Poetik des Unmöglichen 
  • Sabine Haupt: "Es kehret alles wieder." Zur Poetik literarischer Wiederholungen in der deutschen Romantik und Restaurationszeit: Tieck, Hoffmann, Eichendorff 
  • Urs Meyer: Poetik der Werbung. Zur Rolle poetogener Strukturen in der öffentlichen Kommunikation
  • Ralph Müller: Wie wirken politische Metaphern? Eine kognitivistische Untersuchung 
  • Jesko Reiling: Naturpoesie versus Kunstpoesie. Wirkungsgeschichte einer Denkfigur im literarischen 19. Jahrhundert.
  • Elisabeth Stuck: Kanon und Literaturstudium. Theoretische, historische und empirische Untersuchungen zum akademischen Umgang mit Lektüre-Empfehlungen 
  • Markus Winkler: Mythisches Denken zwischen Romantik und Realismus. Zur Erfahrung kultureller Fremdheit im Werk Heinrich Heines
  • Rüdiger Zymner: Manierismus. Zur poetischen Artistik bei Johann Fischart, Jean Paul und Arno Schmidt