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partie centrale qui "pousse"

Nicole Eichenberger

Externe wissenschaftliche Mitarbeiterin,

Germanistische Mediävistik

 

 

Forschungsinteressen

 

  • Geistliche Kleinepik
  • Überlieferungsgeschichte und Handschriftenkultur
  • Digital Humanities
  • Lateinische und volkssprachige Exempelliteratur
  • Mariensymbolik in Text und Bild

 

 

Curriculum Vitae

geb. 1984; Studium der Germanischen Philologie, der Neueren Deutschen Literatur und der Littérature française an der Universität Freiburg/Schweiz und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Lizentiat 2007 mit der Arbeit „Die ‚Jamers clage’. Erscheinungsformen einer erbaulichen Kurzerzählung des 14. Jahrhunderts: Konstruktion und Rezeptionsentwürfe“ (ausgezeichnet mit dem Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät für das Jahr 2007); Dissertation: „Geistliches Erzählen. Erscheinungsformen und Überlieferungsgeschichte religiöser Kleinepik“ (Promotion 2012); SNF-Stipendium für Angehende Forschende am Handschriftenzentrum der Universitätsbibliothek Leipzig (2010-2011); SCRIPTO-Kurs (Scholarly Codicological Research, Information & Palaeographical Tools) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (2011); Doktorandenstipendium der Dr. Günther Findel-Stiftung zur Förderung der Wissenschaften an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (2012); Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Überarbeitung und Online-Publikation der Erschließungsergebnisse aus dem DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe“ an der Universitätsbibliothek Leipzig (2012-2013).

Projekte

Dissertationsprojekt:

Geistliches Erzählen. Erscheinungsformen und Überlieferungsgeschichte religiöser Kleinepik

Die religiöse Kleinepik, vor allem des 13.-15. Jahrhunderts, bildet einen wichtigen Bestandteil der mittelhochdeutschen Erzählliteratur. Dennoch wurde sie von der germanistischen Forschung bisher wenig beachtet.

Das Dissertationsprojekt hat deshalb zum Ziel, sowohl die Strukturen und Funktionsweisen dieser Texte zu analysieren, als auch die Überlieferungsgeschichte einzelner Fallbeispiele aufzuarbeiten.

Zum einen lässt sich anhand der geistlichen Erzählungen – die sehr oft die Wundertätigkeit heiliger Personen zum Thema haben – aufzeigen, wie religiöse Inhalte im literarischen Diskurs vermittelt werden, wie Transzendentes in einem Text präsent gemacht wird, und welche spezifische Leistung narrative Texte bei der Vermittlung transzendenter Inhalte im Gegensatz zur Traktatliteratur erbringen.

Zum anderen kann die Aufarbeitung der Überlieferungsgeschichte geistlicher Erzählungen einen interessanten Beitrag zur Erforschung der Rezeptionsgeschichte mittelalterlicher Erzählliteratur leisten. Aufgrund ihrer Kürze sind die geistlichen Erzählungen fast immer in Sammelhandschriften überliefert. Diese Handschriften haben ganz unterschiedliche Sammelprofile, die Hinweise darauf geben können, welche Personen in welchen Kontexten geistliche Erzählungen rezipiert haben könnten; außerdem ist auch davon auszugehen, dass der Überlieferungskontext und die Ausstattung der Handschriften (z.B. Illustration) die Lektüre einer Erzählung beeinflusst und je anders akzentuiert hat. Diese Phänomene werden zunächst auf der Ebene der Einzeltexte untersucht; die Zusammenstellung mehrerer Fallbeispiele lässt in einem zweiten Schritt auch Rückschlüsse auf allgemeine Tendenzen der Überlieferung über die Jahrhunderte hinweg zu. So ergibt sich ein komplexes Bild der Rezeptionskontexte geistlicher Erzählungen und ihrer (literatur-)historischen Bedeutung.

 

Handschriften-Katalogisierungsprojekt:

Überarbeitung und Online-Publikation der Erschließungsergebnisse aus dem DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe.

Weiterführende Informationen und Online-Publikation der aktuellen Katalogisate:   

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/info/projectinfo/donaueschingen.html

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

 

  • Geistliches Erzählen. Zur deutschsprachigen religiösen Kleinepik des Mittelalters (Hermaea N.F. 136), Berlin/München/Boston 2015.

  • The German Middle Ages in the Sixteenth to Eighteenth Centuries. Reception and Transformation, edited by Nicole Eichenberger, Racha Kirakosian and Edmund Wareham (Oxford German Studies 43/Issue 4 ), Oxford 2014.

  • (zusammen mit Stefan Abel) Jos von Pfullendorf, ‚Das Buch mit den farbigen Tuchblättern der Beatrix von Inzigkofen‘. Untersuchung und Edition (ZfdA-Beiheft 16), Stuttgart 2013.

  • (zusammen mit Christoph Mackert) Überarbeitung und Online-Publikation der Erschließungs­ergebnisse aus dem DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, unter Mitarbeit von Ute Obhof sowie unter Einbeziehung von Vorarbeiten von Wolfgang Runschke und Sabine Lütkemeyer [2012/2013, ca. 110 Handschriften­beschreibungen via Manuscripta Mediaevalia].

 

Artikel

 

  • Variationen eines Themas. Zur Korrelation von Umfang und literarisch-konzeptioneller Gestaltung bei stoffverwandten geistlichen Verserzählungen. In: Die Kunst der brevitas. Kleine literarische Formen des deutschsprachigen Mittelalters, hg. von Franz-Josef Holznagel u.a. (Wolfram-Studien 24) [in Vorbereitung].

  • Maria als Geliebte. Eine außergewöhnliche Konstellation und ihre narrativen Umsetzungen in mittelhochdeutschen Kurzerzählungen, in: Sprachen der Liebe in Literatur, Film und Musik, hg. v. Christof Hamann u. Filippo Smerilli (Konnex. Studien im Schnittbereich von Literatur, Kultur und Natur), Würzburg [erscheint voraussichtlich 2015].

  • (zusammen mit Racha Kirakosian und Edmund Wareham) The German Middle Ages in the Sixteenth to Eighteenth Centuries. Reception and Transformationn (Introduction), in: Oxford German Studies 43/4 (2014), p. 335-344.

  • Stiftermemoria, franziskanischer Eifer und poetische Erbauung: Bertholds von Bombach Leben der seligen Luitgart von Wittichen und seine Rezeption in der frühen Neuzeit, in: Oxford German Studies 43/4 (2014), S. 400-419.

  • (zusammen mit Angelika Garz, Kai Chen, Hao Wei, Rolf Ingold, Marcus Liwicki) DIVADesk – A Holistic Digital Workspace for Analyzing Historical Document Images, in: manuscript cultures 7 (2014), S. 69-82.
  • (zusammen mit Angelika Garz, Marcus Liwicki, Rolf Ingold) HisDoc 2.0 – Towards Computer-Assisted Paleography, in: manuscript cultures 7 (2014), S. 19-28.

  • ‚Vom Sünder und der verlorenen Frau‘. Erscheinungsformen einer erbaulichen Kurzerzählung – Konstruktion und Rezeptionsentwürfe, in: Lesevorgänge. Prozesse des Erkennens in mittelalterlichen Texten, Bildern und Handschriften, hg. v. Eckart Conrad Lutz, Martina Backes u. Stefan Matter (Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen 11), Zürich 2010, S. S. 359-385 mit S. 694-700 (Abb. 92-98).

 

Rezensionen und kleinere Arbeiten

 

  • Begrüssung, in: Stephan Müller, Codex-Geschichten. Versuch einer Typologie von Überlieferungs­situationen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters (Wolfgang Stammler Gastprofessur. Vorträge 25) [in Vorbereitung].

  • Rezension zu: Sprechen mit Gott. Redeszenen in mittelalterlicher Bibeldichtung und Legende, hg. von Nine Miedema, Angela Schrott, Monika Unzeitig (Historische Dialogforschung 2), Berlin 2012, in: ZfdA 143 (2014), S. 124-128.

  • Rezension zu: Stephanie Seidl, Blendendes Erzählen. Entwürfe von Ritterheiligkeit in deutschsprachigen Georgslegenden des Hoch- und Spätmittelalters (MTU 141), Berlin/Boston 2012, in: Arbitrium 31/1 (2013), S. 35-37.

 

Lehrmaterialien

 

  • Einführung in die Germanistische Mediävistik: Grammatik, bearb. v. Hannes Kästner u.a., neu eingerichtet und überarb. v. Nicole Eichenberger, Freiburg/Schweiz 2009 [58 Seiten].