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Prof. Dr. Harald Fricke

ordentlicher Professor, Germanistische Literaturwissenschaft

 

 

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

 
leider haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass Harald Fricke nach schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie verstorben ist.
 
Harald hat seit 1984 an unserer Universität gelehrt. Mit seinem Engagement in der persönlichen Betreuung, seinem untrüglichen Scharfsinn im wissenschaftlichen Gespräch und mit seinen unzähligen Beiträgen zur Sprache und Terminologie der Literaturwissenschaft hat er nachhaltig ganze Generationen von Studierenden und Wissenschaftlern beeinflusst. Für dasjenige, was ich von ihm empfangen konnte, empfinde ich nebst aller Trauer auch Dankbarkeit.
 
Harald Fricke hat sich ausdrücklich gegen Trauerfeiern ausgesprochen. Er wünscht, durch seine Schriften erinnert zu werden. Wir werden diesem Wunsch unter anderem mit einer akademischen Veranstaltung nachkommen, zu der wir Ihnen beizeiten nähere Informationen zukommen lassen.
 
In tiefer Betroffenheit
 
Ralph Müller
(Departement Sprachen und Literaturen, Universität Freiburg/Schweiz)

 

Nachruf auf Prof. Dr. Harald Fricke

 

Curriculum Vitae

  • geb. Braunschweig 28.03.1949, gest. Givisiez (FR) 20.6.2012
  • Prom. 1976 Göttingen (Philosophie)
  • Habil. 1980 Göttingen (Deutsche Philologie)
  • Prof. i.V. Göttingen 1982-83 (Germanistische Linguistik)
  • Prof. a.Z. Göttingen 1983-84 (Neuere deutsche Literatur)
  • Prof. ord. Fribourg seit 1.8.1984 (Deutsche Literatur/Allg. Literaturwissenschaft)
  • Korresp. Mitglied Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2005
  • verh., 4 Kinder

Publikationen (Auswahl)

  • BÜCHER: Die Sprache der Literaturwissenschaft (1977); Aphorismus (1984); Literatur und Literaturwissenschaft (1991); Einübung in die Literaturwissenschaft: Parodieren geht über Studieren (1991, 5.Aufl.2007, mit Rüdiger Zymner); Norm und Abweichung. Eine Philosophie der Literatur (1981); Gesetz und Freiheit. Eine Philosophie der Kunst (2000)

  • EDITIONEN: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft 1-3 (1997-2003, brosch.2007, mit Klaus Weimar u.a.); Frankfurter Goethe-Ausgabe Bd. 13 (1993); Abgerissene Einfälle: Aphoristik des 18.Jhs. (1997, mit Urs Meyer); Judith Sarah Fricke: Zwischenwelten (1998, 2. Aufl.1999, mit Fabian Fricke); Goethe: Sprüche in Prosa (2005); Explicatio: Analytische Studien zur Literatur und Literaturwissenschaft 1-20 ff. (1991-2009 ff., mit Gottfried Gabriel)

  • BEITRÄGE: Zur Rolle von Theorie und Erfahrung in der Literaturwissenschaft (Colloquium Helveticum 4: 1986, 5-21); "es" (DVjs 57: 1983, 1-17); Kann man poetisch philosophieren? (Literarische Formen der Philosophie, ed. G. Gabriel u.a.: 1990, 26-39); Rückert und das Kunstlied (Rückert-Studien 5: 1990, 14-37); Wie, was und zu welchem Ende 'bedeutet' Literatur? (Göttingische Gelehrte Anzeigen 234 1982, 116-134); Parodieren geht über Studieren (Wozu Literaturwissenschaft? ed. Fr.Griesheimer u.a.: 1991, 212-232); Sprachphilosophie in der Literaturwissenschaft (Handbuch Sprachphilosophie, ed. M.Dascalu.a.: 1996, 1528-1538); Göttliches und ErGötzliches im postmodernen Romanwerk des Wolf von Niebelschütz (Gott und Götze in der Literatur der Moderne, ed. R.Sorg u.a.: 1999, 151-165); Oper in der Oper (Fiori Musicologici, ed. Fr.Seydoux u.a.: 2001, 219-245); Von der Speziellen zur Allgemeinen Relativitätstheorie der Kunst (FS Karl Eibl: 2005); Bachtin und die Dialogizität von Text und Bild (FS Jürgen Lehmann: 2006); Kunst als Abweichung (Akten des deutschen Komparatisten-Tages 2008)